Urlaubsaktivitäten im Karwendel
Großer Ahornboden
Informationen über das Naturdenkmal Großer Ahornboden im zentralen Karwendelgebirge.
Kultur und Sehenswürdigkeiten im Karwendel
Wandern, Kultur und Tradition: Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Karwendel.
Naturpark Karwendel: Hinterautal und Halleranger
Naturschutzgebiet Hinterautal und Halleranger
Lage
Das Hinterautal erstreckt sich zwischen der
Gleirsch - Halltalkette im Süden und der
Hinterautalkette im Norden in ost- westlicher Richtung.
Erreichbarkeit
Von Scharnitz führt ein Fahrweg bis zum
Hallerangerhaus (für den öffentlichen Verkehr gesperrt), von dort führen Steige über das Überschalljoch in das
Vomperloch und über das Lafatscherjoch in das
Halltal. Weiters ist ein Steig entlang der Birkkarklamm zur
Birkkarspitze angelegt, über welchen man ins
Karwendeltal kommt.
Gewässer
Das Hinterautal wird von der Isar entwässert, die am Halleranger entspringt, sowie von mehreren Nebenbächen (z.B. Lafatscher Bach, Moserkar Bach, Birkkar Bach). Die Isar stellt in ihrem Oberlauf einen weitgehend unbeeinflussten, montanen Kalkgebirgsbach dar. Die "Au" setzt sich aus Uferzonen mit Weiden - und Latschengebüschen, Schotterbänken im mehrfach verzweigten Fließgewässerkörper zusammen. Seitlich liegen mehrere Quellen mit kalktuffbildenden Laubmoosen (Cratoneuron commutatum).
Pflanzen
Der hochalpine Charakter des gesamten Tales wird durch den kompakten plattigen Wettersteinkalk bestimmt, der vom Talboden (ca. 1100 m) bis hinauf zur höchsten Erhebung des Karwendelgebirges, der Birkkarspitze (2749 m) reicht. Zusammenhängende Waldbestände kommen hier nur am Unterhang, hauptsächlich auf Moränen vor. Bis in den Talraum hinab reichen von Schuttströmen durchzogene Legföhrenbestände. Talauswärts dominiert die Spirke (Pinus uncinata) die Sukzession zum Wald auf den dolomitischen Schuttfächern unter den Gleirschwänden. In diesem Bereich liegt am Hangfuß ein seichter Waldtümpel, der Kotwaldsee. Im Bereich des Lafatscher Hochlegers sind Lärchen - Zirbenwälder ausgebildet.
Bei der Mündung des Birkkarbaches, der in diesem Abschnitt unterirdisch fließt, hat sich eine ausgedehnte Schuttfläche entwickelt. Einige Bergahorn - Bäume wurden mehrere Meter tief bis zum Kronenansatz eingeschüttet. Der Bergahorn stellt eine der wenigen Baumarten dar, die in dermaßen dynamischen Standorten langfristig überleben können.
Trotz der Unzugänglichkeit befinden sich im Hinterautal im
Karwendel einige Almen (Hinterödalm, Kastenalm, Lafatscher Alm, Kohler Alm und Hallerangeralm).
Am südlichen Ende der Kastenalm stürzt der Lafatscherbach über mehrere Felsabstürze zu Tal. Der größte Wasserfall erreicht eine Höhe von 60 - 70 m.
Südlich des Kastenalm - Hochlegers liegt ein kleines Feuchtbiotop mit einem Teich und einer Nasswiese. Das "See'le" mit Wollgras (Eriophorum angustifolium) und der seltenen Dreiblütigen Binse (Juncus triglumis), einer Pflanze der alpinen Flach - und Niedermoore, ist ein wichtiges Laichgewässer für Molche.
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