Mit Rad zum Isarursprung im Karwendel

An der wilden Isar entlang bergauf - bis zur Isarquelle im Karwendel

Eine leichte Mountainbiketour im Karwendel
Die Isar ist einer der längsten Flüsse in Bayern - ihren Ursprung hat sie aber in Tirol. Oberhalb von Scharnitz liegt das Isarquellgebiet im Hinterautal. Das möchte ich mir heute als Radtour anschauen. Es ist Herbst und gemischtes Wetter im Karwendel. Von Scharnitz führt ein sehr gut befestigster Weg hinauf zum Isarursprung. Ihn fahre ich mit dem Mountainbike hinauf.

Wo ist der beste Startpunkt für die Radtour zum Isarursprung?
Los geht es mitten im kleinen Ort Scharnitz im Karwendelgebirge - zwischen Seefeld und Mittenwald. Gleich hinter der Kirche gibt es den großen Parkplatz in der Länd. Wo früher die Flößer das Holz zusammengepackt haben, um es auf der Isar nach München zu schicken, parken heute die Autos. Auch ich. Nach dem Lösen des Parktickets geht es gleich los.

Am Eingang in die Karwendeltäler ist der große Parkplatz in der Länd - wo ich den Jeep parke, waren früher die Flößer beschäftigt
Gute Beschilderung: Auf dem Isarradweg fahre ich bergauf, hinein ins Karwendel
Ein kurzer Blick nach links in die Karwendelklamm

Auf dem Isarradweg zur Isarquelle
Schon am Parkplatz sehe ich die Schilder für den Isarradweg. Ihnen folge ich in das Karwendel hinein. Schon bald trete ich direkt neben der Isar. Rechts gluckert sie neben dem Radweg dahin. Aufpassen muss man, dass man das richtige Tal erwischt - ab Scharnitz geht es in mehrere Richtungen. Der Isarursprung liegt im Hinterautal, zur Orientierung am besten an den Schildern Kastenalm orientieren. Auch Hallerangeralm und Hallerangerhütte ist die richtige Richtung.

Gemütlich trete ich auf dem Mountainbike hinauf. Es ist sehr flach und so fliegt links die Karwendelklamm vorbei. Bald stehe ich beim Gasthof Wiesenhof. Hier geradeaus weiter in Richtung Gleirschhöhe. In diesem Bereich hat sich die Isar eine breite Schlucht gegraben. An einigen Stellen sieht man sie unten grün blitzen.

Von der Gleirschhöhe ins Hinterautal
An der Gleirschhöhe verzweigen sich die Wege. Für mich geht es links hinein ins Hinterautal. Wenige Meter rolle ich bergab und schon geht es wieder hinauf, aber sehr sanft. Die Isar rückt wieder nähe, sie fließt fast auf gleicher Ebene wie dier Forststraße. Ich trete in meinem Takt hinauf und bewundere die tolle Landschaft. Ich mache Fotos und treffe dabei Christine und Peter. Die beiden wohnen in Scharnitz. Christine ist gebürtige Scharnitzerin, Peter kommt ursprünglich aus Südafrika. Die beiden schwärmen mir vom Isarusprung vor und den tollen Wanderungen im Hinterautal.

Tief unten liegt die Isar bei der Gleirschhöhe
Später plätschert die Isar direkt neben dem Radweg, ich treffe die Hinterautal - Experten Christine und Peter aus Scharnitz
Sooo viele Steinmandln an einer Stelle! Ein gewaltiger Eindruck an der Isar.

Tolle Berglandschaft im Hinterautal
Links und rechts ragen die spitzen Berge hinauf. Ein gewaltiger Eindruck! Hinter einer Kurve gibt es eine Sehenswürdigkeit, geschaffen mit den Steinen aus der Isar. Ein riesiges Natur - Kunstwerk: Hunderte Steinmännchen wurden von Wanderern und Mountainbikern gebaut. Sie zieren einen großen Uferbereich. Ich steige ab und bewundere die teils Menschengroßen Steinmandln. Ein toller Platz zum Verweilen.

Wie schaut er aus, der Isarursprung?
In der nun schon gewohnten angenehmen Steigung fahre ich weiter hinauf. Nach rund 1,5 Stunden auf dem Fahrrad bin ich da, an der Isarquelle. Die Isar entspringt nicht in einer einzigen Quelle, sonderen mehrere Quellflüsse bilden die Isar. Dieser Bereich liegt links vom Isarradweg. Das Quellgebiet ist mit einem Holzzaun versehen. Am Eingang parken bereits einige Fahrräder.

Ich stelle mein Mountainbike dazu und bin auf die Isarquellen gespannt. Hinter dem Gatter ist ein breiter Wanderweg angelegt. Er führt durch das Isarquellgebiet. Einige kleine Holzbrücken führen über die noch junge Isar. Glasklar und frisch sucht sich die Isar ihren Weg in diesem Waldstück. Ich wandere immer weiter, bis ich auf die Schilder zum "Quellsteig" stoße. Ein schmaler Wanderpfad verläuft romantisch durch den Wald zu den beiden größten Isarquellen. Zuerst kommt ich an die Isarursprung Quelle 2, ein paar Minuten später an die Isarursprung Quelle 1. Unscheinbar tritt das Wasser durch ein Loch im Berg aus. Auf den Rastbänken lässt sich diese Szenerie toll betrachten.

Das ist der Eingang zum Rastplatz rund um die Isarquellen im Karwendel
Das Wasser am Isarursprung ist rechtsdrehend und 4-6 Grad frisch
Am Isarursprung im Karwendel gurgelt das Wasser noch in Tirol
Rund um das frische Quellwasser der Isar gibt es den Platz zum Verweilen
Vom Isarursprung ist es nicht mehr weit bis zur Kastenalm, für eine urige Einkehr

Einkehr auf der Kastenalm
Zum Einkehren bietet sich die Weiterfahrt bis zur Kastenalm an. Rund 20 Minuten braucht es mit dem Fahrrad, bis die große Ebene rund um die Kastenalm erreicht ist. Zu Fuß sind es 5 Minuten bis zur bewirtschafteten Almhütte. Einige Ahornbäume vervollkommen das tolle Landschaftsbild. Wer will, kann von der Kastenalm noch weiter zum Halleranger wandern. Dort werden nach 1,5 Stunden Wanderung die Hallerangeralm und das Hallerangerhaus erreicht.

Zurück geht es auf dem gleichen Weg durch das Hinterautal. Das Angenehme: Es geht durchwegs nach unten und das in angenehmer Geschwindigkeit. Bei dem Gefälle kann man es gut rollen lassen. Nach knapp 3 Stunden stehe ich dann wieder am Ausgangspunkt.

Mein Fazit nach diesem Tag im Karwendel
Die Radwanderung hat sich richtig gelohnt! Ich würde jedem Urlauber oder Ausflugsgast empfehlen, diese Tour zum Isarursprung einzuplanen. Man sollte einmal gesehen haben, wo die bekannte und beliebte Isar ihren Ursprung hat. Die Landschaft rundherum ist wirklich atemberaubend - und zudem relativ leicht zu erreichen. Als "Verkehrsmittel" unbedingt mit dem Fahrrad, zu Fuß ist es nur halb so schön durch die Länge des Hinterautals (rund 13 Kilometer einfach!). Wer kein Fahrrad oder Mountainbike hat, kann es sich ausleihen.

Beste Zeit für einen Ausflug zum Isarursprung: Von Mai bis Oktober, die Isarquellen liegen auf 1162 Metern. Im Herbst wunderbar, wenn sich hier rundherum die Blätter der Bäume färben. Mein Tipp für einen Herbsturlaub im Karwendel! - hier gibt es noch mehr Details und tolle Herbstbilder vom Isarursprung

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