Halltal
Letzte Aktualisierung am von Markus Schmidt
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Halltal
Das Halltal zweigt bei Absam vom Inntal ab und bietet dir eine wilde, ursprüngliche Bergwelt mitten im Karwendel. Das Tal ist eng und schattig, weshalb im Winter nur wenig Sonne den Boden erreicht. Berühmt wurde die Gegend durch den Salzbergbau, der die Region über Jahrhunderte prägte. Heute ist das Tal für Autos gesperrt, perfekt für Wanderungen oder Touren mit dem Fahrrad.
Wissenswertes zum Halltal auf einen Blick
- Lage: Seitental im Karwendelgebirge bei Absam und Hall in Tirol.
- Anreise: Großer kostenloser Parkplatz am Taleingang; die Weiterfahrt mit dem Auto ist verboten. Ein kostenpflichtiger Taxidienst bringt Besucher bei Bedarf tiefer ins Tal.
- Geschichte: Über 700 Jahre lang wurde hier Salz abgebaut; Zeugen davon sind die Herrenhäuser und alte Stollen.
- Wandern: z.B. Themenweg „Solewanderweg“ zur Bergbaugeschichte sowie Touren zu Gipfeln wie dem Bettelwurf oder der Speckkarspitze.
- Einkehr: Das ehemalige Kloster St. Magdalena ist heute eine Gaststätte und ganzjährig bewirtschaftet.
- Besonderheit: Im Winter befindet sich hier die steilste offizielle Rodelbahn Tirols.

Das Halltal im Karwendel
Über das naturbelassene Halltal
Oberhalb von Hall in Tirol zweigt das kleine und sehr ursprüngliche Halltal vom Inntal ab. Es ist das komplette Gegenteil von der nahen Landeshauptstadt Innsbruck oder dem vielbesuchten Ort Wattens – zwei stark frequentierte Ausflugsziele, die gleich in der Umgebung liegen. Das Halltal ist komplett anders als diese Ausflugsziele. Du findest hier das wilde Karwendel. Ich mag dieses kleine Seitental im Karwendelgebirge besonders gerne: Man kann es gar nicht glauben, dass es wenige Kilometer vom Inntal so ruhig und ursprünglich ist! Das gefällt mir in Verbindung mit den schönen Bergen. Es ist eines der geheimen Täler im Karwendel mit ganz viel wilder Natur.
Kein Lärm, keine Zivilisation, einfach nur Ruhe. Beeindruckend sind die steilen Felswände des Karwendel. Von Frühling bis Herbst gibt es tolle Wanderungen im Halltal – dazu unten mehr in diesem Artikel. Das kleine Seitental ist sehr schmal und die Felsen hoch: In den Monaten Oktober bis Februar kommt deswegen nur sehr wenig Sonne ins Tal. Davon zeugt die Sonnenbrücke. Unterhalb von ihr kommt im Winter überhaupt keine Sonne in den Talboden, oberhalb schafft es die Sonne zu jeder Jahreszeit.
Bergbaugeschichte im Halltal
So idyllisch und ruhig wie das Halltal heute ist, war es nicht immer. Zur Blütezeit des Salzbergbaus haben rund 800 Männer jährlich 10.000 Tonnen Salz gewonnen. Zwischen 1272 und 1967 wurde das Salz aus dem Berg geholt. Das „Gold des Mittelalters“ machte die Stadt Hall reich und berühmt. Ich will hier geschichtlich nicht zu weit ausholen, aber wenn dich das interessiert, solltest du den historischen Solewanderweg wandern. Das ist ein Themenweg mit vielen Stationen, der so manches über die damalige Zeit verrät. Die ersten Tafeln über den Salzabbau sind am Eingang ins Tal. Das Wanderziel ist oben bei den Herrenhäusern, wo du in den König-Max-Stollen hinein schauen kannst. Für Interessierte ist das sehr kurzweilig und lehrreich!










Die Herrenhäuser
Die Herrenhäuser: Salzabbau im Karwendel
Der Salzbergbau im Halltal ist auf dem „Salzwanderweg“ zu erleben (Start am Beginn des Tals, Ende bei den Herrenhäusern). Auf den Schautafeln des historischen Solewanderwegs wird die Geschichte des Salzbergbaus im Karwendel dokumentiert. In den Herrenhäusern haben die Herren über den Salzbergbau gewohnt, deswegen der Name Herrenhäuser. Hier wurden auch ihre Gäste empfangen. Später durften dann auch die Bergleute hier wohnen – allerdings in großräumigen Lagern, nicht in den schönen geheizten Zimmern. In den Herrenhäusern ist auch eine sehr sehenswerte Kapelle. Der Eintritt zu den Herrenhäusern ist kostenlos – jedoch ist nur ein Teil zugänglich.
–> alle Infos über die Herrenhäuser
Rund 2 bis 2,5 Stunden brauchst du für die Wanderung entlang der Halltallstraße vom Parkplatz bis zu den Herrenhäusern. Diese Wanderung ist landschaftlich sehr schön – und dazu noch geschichtlich interessant! Auf halber Strecke liegt St. Magdalena, ein ehemaliges Kloster das du einmal besuchen solltest:


St. Magdalena im Halltal
Das ehemalige Kloster im Halltal: St. Magdalena
Als vor einigen hundert Jahren das Halltal besiedelt wurde, wurde auch St. Magdalena errichtet. Die Nutzungen des Gebäude wechselten, die Kirche und der Weiler St. Magdalena sind geblieben. Heute ist neben der Kirche eine Einkehrmöglichkeit, die Sommer und Winter geöffnet hat. Im Frühling ist das ein tolles Ziel für eine Frühlingswanderung mit Sonnenschein. Erreichbar ist St. Magdalena in den schneefreien Monaten als leichte Wanderung:
–> schön fand ich die Frühlingswanderung nach St. Magdalena im Halltal.
–> Hier alle Informationen über St. Magdalena.


Der schöne Issanger




Das Isstal und der Issanger im Karwendel
Oberhalb vom ehemaligen Kloster St. Magdalena (jetzt eine Einkehrmöglichkeit) zweigt vom Halltal Richtung Norden das kleine Isstal ab. Von der Halltallstraße ist der Weg durch das Isstal als Hirschbadsteig beschildert. Ich mag den kleinen romantischen Steig sehr! Hier spürst du die besondere Karwendel Natur sehr gut. Zwischendrin liegt das sogenannte Hirschbad. Ein idylisches Fleckchen am Bach. Ob sich da wirklich die Hirschen baden, kann ich dir nicht sagen.
Im oberen Bereich des Hirschbadsteig lockt der landschaftlich schöne Issanger. Der Issanger ist eine Almwiese und wird umgeben von den hohen Steinbergen des Karwendel. Der Issanger ist für mich ein ganz besonders toller Platz im Halltal! Die Wanderung hier hinauf lohnt sich, auch wenn es vom Parkplatz schon ein Stück Weg ist. Rund 3 Stunden würde ich einplanen für den Zustieg zum Issanger. Im Herbst ist es hier oben atemberaubend schön, wenn sich die Wiesen und Bäume gefärbt haben.
–> meine Informationen über das Isstal und den Issanger
Im Halltal rodeln




Die Rodelbahn im Halltal
Im Winter wird eine 3,8 Kilometer lange Rodelbahn im Halltal gespurt. Der Wirt von St. Magdalena spurt sie. Sie ist als schwierig eingestuft – das steilste Stück ist 32% steil. Somit ist sie die steilste offizielle Rodelbahn im Karwendel und in ganz Tirol! Rund 500 Höhenmeter überwindest du beim Rodeln im Halltal zwischen St. Magdalena und dem Parkplatz am Eingang des Halltals. Trotz der schwierigen Schneesituation im unteren bereich der Rodelbahn ist dieses Wintererlebnis ganz besonders groß. Nirgendwo sonst kannst du im Winter in ein schmales Karwendeltal hinein und so genial rodeln samt Einkehr. St. Magdalena hat nämlich auch im Winter geöffnet. Schau hier die komplette Beschreibung:
–> Halltal Rodelbahn
LUST AUF MEHR
Neben der Halltal Rodelbahn gibt es noch einige weitere kilometerlange Rodelbahnen im Karwendel. Hier findest du diese schönen Rodelbahnen zum Rodeln im Karwendel.
Wo ist das Halltal im Karwendel?
Der kleine Ort Absam befindet sich oberhalb von Hall und ist der Zugang zum Halltal. Am Eingang des Tals gibt es einen großen Parkplatz für Besucher. Bis in den Bereich von St. Magdalena führt eine Straße, oberhalb davon sind zahlreiche breite Forstwege und Wanderwege angelegt. Früher dies als Mautstraße zu befahren. Nun ist das Halltal für den öffentlichen Autoverkehr gesperrt. Meine Empfehlung: Nimm dein Mountainbike. Eine offizielle Mountainbikeroute mit der Nummer 5000 geht hinauf bis zu den Herrenhäusern. Am Eingang vom Halltal findest du einen großen kostenlosen Parkplatz.
–> Für die Orientierung & alle Infos Halltal Parkplatz
Spielplatz Halltal
Als der Parkplatz am Eingang ins Tal neu gestaltet wurde, ist auch ein Spielplatz angelegt worden. Er bietet eine Grünfläche mit vielen Bänken für ein Picknick, außerdem einen Wasserspielplatz. Für Interessierte sind am Spielplatz auch einige Schautafeln über das Karwendel. Erklärt werden insbesondere Begebenheiten der Gegend. Du erfährst hier alles über den verheerenden Brand auf den Bergen oberhalb des Halltals und was sonst noch wissenswert ist. Der Spielplatz ist direkt am Parkplatz zu finden. Ideal für die Pause am Ende der Wanderung mit Kindern!




Halltal wandern
Kleinere Rundwege z.B. am Runstboden Usterberg sind für Spaziergänge und kleine Wanderungen perfekt. Den Solewanderweg bis zu den Herrenhäusern habe ich oben schon gezeigt. Bergwanderer nutzen den Aufstieg zum ehemaligen Kloster St. Magdalena. Von dort aus gibt es eine schöne Bergtour über die Gipfel des Hochmahdkopf, Haller Zunterkopf und Thaurer Zunterkopf. —> hier Thaurer Zunterkopf.
Die Einheimischen verbinden die Überschreitung der drei Gipfel gerne mit der Kaisersäule. Die Wanderung zum Denkmal bietet dir einen tollen Blick. Du siehst von hier das Karwendel und hinunter ins Inntal bis Innsbruck. Die Kaisersäule ist ein Denkmal im Karwendel. Errichtet wurde sie im Jahr 1809 als Erinnerung an den Besuch von Kaiser Franz I. Die 11,4 Meter hohe Pyramide ist aus Stein gebaut – und eine echte Sehenswürdigkeit, mitten im Karwendel.
–> Kaisersäule
Alpinisten steigen vom Halltal hinauf zur Bettelwurfhütte, von wo aus man den kleinen und großen Bettelwurf erreichen kann. Auf den großen Bettelwurf kommst du entweder über den Kleinen Bettelwurf oder über den Grat. –> hier die Beschreibung auf den Großen Bettelwurf
Sehr auffällig am Eingang ins Halltal ist die Hüttenspitze. Du siehst sie am Taleingang rechts. Ein Wandersteig führt hinauf, kann man sich unten gar nicht vorstellen. Deswegen ist dieser Gipfel wohl auch ein Geheimtipp im Halltal. Diese Tour ist aber ausgesetzt und anspruchsvoll. Das erwartet dich auf der Hüttenspitze.
Oberhalb der Herrenhäuser gibt es weitere anspruchsvolle Bergtouren. Dazu gehört zum Beispiel der Wilde Bande Steig hinüber zur Pfeishütte. Von der Hütte könntest du weiter auf dem Goetheweg nach Innsbruck wandern. Dafür brauchst du aber viel Zeit und Kraft. Wirklich toll finde ich auch das Lafatscher Joch. Auch die Tour hinüber zum Halleranger mit dem Hallerangerhaus erfordert Kraft und Kondition.
–> weitere Details hier unter den Wanderungen in Hall

Halltal Karte kostenlos
Willst du einmal in das schöne Halltal kommen? Dank der Zusammenarbeit mit dem örtlichen Tourismusverband, erhältst du von mir sogar eine kostenlose Wanderkarte für dieses Gebiet:
Die häufigsten Fragen
Das Halltal erstreckt sich nördlich der ehemaligen Salinenstadt Hall in Tirol. Es befindet sich im Gemeindegebiet von Absam und erstreckt sich vom Hackl am oberen Ende des Haller Schwemmfächers bis zum Stempeljoch, einem beeindruckenden Bergpass.
Das Halltal ist von verschiedenen Seiten aus erreichbar. Die Anfahrt erfolgt über Absam, von wo aus eine Straße in das Tal führt. Parkmöglichkeiten stehen am Anfang des Tals zur Verfügung, doch die Weiterfahrt zu den Herrenhäusern ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt.
Der Salzbergbau hatte im Halltal eine enorme Bedeutung. Über 700 Jahre lang wurde hier Salz abgebaut, und die Spuren dieses Bergbaus sind noch heute sichtbar. Die Herrenhäuser, einst das Zentrum des Bergbaus, und andere Relikte erinnern an diese bedeutende Ära.
Das Halltal ist ein Paradies für Wanderfreunde. Es bietet zahlreiche Wanderwege und Bergtouren, die zu den umliegenden Gipfeln und Sehenswürdigkeiten führen. Besonders beliebt sind Wanderungen zum Großen und Kleinen Bettelwurf, zur Speckkarspitze und zu den Zunterköpfen.
Ja, das Halltal ist reich an historischen Sehenswürdigkeiten. Die Herrenhäuser, Relikte des Salzbergbaus, erinnern an eine vergangene Ära. Auch das ehemalige Kloster St. Magdalena, das heute als Gasthaus dient, hat eine lange Geschichte.
Ja, es gibt einen Taxidienst, der bei Bedarf bestellt werden kann. Er bringt dich vom Parkplatz hinauf nach St. Magdalena oder weiter – je nach Bergtour. Dazu bitte eine der Telefonnummern der Taxidienste anrufen:
Taxi Kili, Telefon +43 5223 45500
Taxi Kratzer, Telefon +43 5223 58880
Taxi Rohregger, Telefon +43 5223 56111
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