Isstal

Der Issanger im Karwendel

Ein schöner Ort im Halltal: Der Issanger, weit oben im Halltal, noch oberhalb der Herrenhäuser im Karwendel
Ein schöner Ort im Halltal: Der Issanger, weit oben im Halltal, noch oberhalb der Herrenhäuser im Karwendel
Das Isstal mit dem Issanger von oben aus dem Karwendel gesehen
Das Isstal mit dem Issanger von oben aus dem Karwendel gesehen

Über den Issanger

Der Issanger ist eine landschaftlich eindrucksvolle Fläche am oberen Ende des Isstals (einem kleinen Seitental des Halltal). Ein Kleinod für Naturliebhaber im Karwendel, das wegen dem Kontrast der Wiesenfläche mit den schroffen Bergspitzen des kleinen und großen Lafatscher samt Roßkopf und Stempeljochspitze besonders stark wirkt. Im Frühsommer sind die Trollblumen eine Augenweide, im Herbst die Färbung der umliegenden Birken und Lärchen. Der Issanger ist ca. 82.000 Quadratmeter groß und eine der kleineren Hochebenen im Karwendel. Die größte Hochebene und wohl die Bekannteste ist der große Ahornboden.

Warum gibt es den Issanger überhaupt?

Als im Halltal der Salzbergbau florierte, musste man das Holz aus den umliegenden Tälern herantransportieren. Die Zugtiere brauchten Futter, das sie unter anderem am Issanger fanden. Mit dem Ende Salzabbaus im Halltal kamen von Hall bzw. von St. Magdalena Weidetiere herauf. Aber auch diese Nutzung endete. Damit der Issanger nicht mit Büschen und Bäumen zuwächst, wird er seit 2012 einmal jährlich von Freiwilligen gemäht.

Naturbesonderheiten am Issanger

Dieses Gebiet im Karwendel zeichnet sich durch seine idyllische Lage sowie die Vielfalt an Lebensräumen aus: Neben Lärchenwiesen und Waldinseln mit Bergahorn und Alpenrosen finden sich Feucht – und Nasswiesen sowie Niedermoore. Besonders im Sommer zeichnet sich der waldfreie Bereich als blumenreicher und farbenfroher Lebensraum aus:
– Schwalbenwurz – Enzian (Gentiana asclepiadea)
– Europäische Trollblume (Trollius europaeus)
– Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)

Als Vertreter verschiedener Orchideen sind insbesondere mehrere Knabenkräuter (Dactylorhiza maculata, D. majalis, Traunsteinera globosa) und die Große Händelwurz (Gymnadenia conopsea) zu erwähnen. In den feuchteren Bereichen dominieren Seggen (Carex davalliana, C. elata und C. panicea) sowie Sumpf – Schachtelhalm (Equisetum palustre) und Wollgras (Eriophorum latifolium). Dieser Lebensraum beherbergt auch zahlreiche Amphibien.

Am Talschluß des Isstales sind infolge von Lawineneinfluss Lärchenwälder und Latschen – Buschwälder ausgebildet, darüber findet man alpine Rasen sowie anstehenden Fels.

Wie kommt man zum Issanger?

Der Issanger liegt nicht besonders zentral im Karwendelgebirge. Den Ausgangspunkt der Wanderung, den Ort Absam erreicht man sehr schnell mit dem Auto via Autobahn Kufstein – Innsbruck mit der Ausfahrt Hall. In Absam gibt es einen Parkplatz.

Duch das Isstal zum Issanger wandern

Dann braucht es zu Fuß rund 3 Stunden, um von Absam durch das Halltal und das Isstal zum Issanger zu wandern. Dadurch dass man sich im größten Naturpark in Österreich bewegt, ist es landschaftlich interessant und die Wanderung lohnt sich. Den unteren Teil bis zum Beginn des Isstals im Bereich von St. Magdalena kann man mit dem Mountainbike abkürzen.
Vom Issanger kannst auch weiterwandern zur Speckkarspitze wo aus man den kleinen und großen Bettelwurf erreichen kann (Klettersteig).

Wir sind mit Kindern von Absam nach St. Magdalena gewandert. Eine tolle Frühlingstour, hier die Beschreibung der St. Magdalena Wanderung – wo du auch die genauen Daten für den Parkplatz für die Isstal – Issanger Wanderung findest:

—> so kannst du zu St. Magdalena im Halltal wandern

–> Weitere Details über das Halltal