Wandern im Urlaub

Wandertage im Karwendel

Großer Ahornboden

Informationen über das Naturdenkmal Großer Ahornboden im zentralen Karwendelgebirge.

Kultur und Sehenswürdigkeiten im Karwendel

Wandern, Kultur und Tradition: Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Karwendel.

Gleirschtal

Lage
Das Gleirschtal liegt im Karwendel zwischen der Nordkette im Süden (vom Stempeljoch bis zum Großen Solstein), Erlspitze und Isertal im Westen und der Gleirsch - Halltalkette im Norden.

Erreichbarkeit
Der Zugang führt in den Teil des Naturpark Österreich von Scharnitz über eine Schotterstraße (nicht für den öffentlichen Verkehr), sowie über Steige von den umliegenden Jöchern (Solsteinhaus, Hafelekar, Stempeljoch, Pfeishütte).

Natur und Umwelt
Am Zischgenkopf findet man zirbenreiche Bestände. Zirben sind im Naturpark Karwendel an ihrer nördlichsten Verbreitungsgrenze. Der uriger Charakter alter Zirben (bis zu 300 Jahre alt) macht die Bestände zu einem wertvollen Landschaftselement. Im Unterwuchs findet man vor allem die Rostrote Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) sowie zwei geschützte Steinbrech - Arten (Saxifraga rotundifolia und S. stellaris).
Der Gleirschbach endet in der unbegehbaren Gleirschklamm kurz vor der Einmündung in die Isar. Der Fußweg vom Hinterautal ins Gleirschtal erlaubt Einblicke in die beeindruckende Klammlandschaft mit steilen Felswänden, die nur von Polsterseggen (Carex firma) besiedelt werden können.
Am südwestexponierten Unterhang gegenüber der Amtssäge liegen Kalkquellfluren mit Tuffbildungen und Sauergräsern. Das Feuchtgebiet bietet zahlreichen geschützten Pflanzen sowie Amphibien Lebensraum bzw. Laichplatz. Erwähnenswert ist das Auftreten der seltenen Fliegen - Ragwurz (Ophrys insectifera), die heimische Vertreterin einer Orchideengattung, deren Blüten in Form und Muster Insektenkörper imitieren und durch diese Lockwirkung die Verbreitung der Pollen gewährleisten.

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Über den Naturpark Karwendel

Das Karwendel zählt zu den beliebtesten Wandergebieten im gesamten Alpenraum. Tagestouren sind ebenso möglich wie mehrtätige Touren von Hütte zu Hütte. Es gibt leichte Panoramawanderungen und alpine Bergtouren.Das Karwendelgebirge umfasst beinahe 1000 qkm Fläche. Ein Teil des Karwendel liegt auf bayerischem Gebiet. Innerhalb Europas gehört es zu den größten Schutzgebieten überhaupt. Die Bauern pflegen die Kulturlandschaft nachhaltig, so daß der beliebteste Ort im Karwendel, das Naturdenkmal "Großer Ahornboden" so schön erhalten geblieben ist. Die Bäume sind zum Teil 600 Jahre alt.

Im Jahr 1928 wurde der Großteil des Karwendels zum Naturschutzgebiet - dem heutigen Naturpark Karwendel - erklärt. Mit 11 aneinandergrenzenden Schutzgebieten erreicht das Tiroler Gebiet eine Größe von 730 Quadratkilometer und ist damit eine der größten Naturlandschaften Mitteleuropas. Er ist der größte Naturpark Österreich.

Der Alpenpark Karwendel erstreckt sich über vier Höhenstufen, von den warmen Tallagen des Inntals mit einer Höhe von etwa 600 Meter über Bergwälder und Almmatten bis in die extremen Felsregionen. Die höchste Erhebung des Gebirges, die Birkkarspitze, erreicht 2749 Meter.

Im Naturschutzgebiet findet man seltene Orchideen und verschiedene bedrohte Vogelarten. Es wurden mehr als 800 Schmetterlingsarten, 1200 Käferarten und über 1300 Pflanzenarten nachgewiesen. Einzigartig sind auch die Spirkenwälder, Wälder, die von baumförmigen Latschen dominiert werden.
Über 100 Almen werden im Sommer bewirtschaftet.