Alpenrosen Almrosen

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So schön sind die Alpenrosen!

Die Almrosen auf den Almen im Karwendel
Die Almrosen auf den Almen im Karwendel
Die Almrosen - BlĂŒtten sind kleiner als bei den normalen Rosen. DafĂŒr haben die StrĂ€ucher der Alpenrosen viele BlĂŒten auf engem Raum.
Die Almrosen – BlĂŒtten sind kleiner als bei den normalen Rosen. DafĂŒr haben die StrĂ€ucher viele BlĂŒten auf engem Raum.

Alpenrosen, Almrosen oder Almrausch?

Wunderschön ist es zum Wandern in den Bergen, wenn rundherum schöne Blumen blĂŒhen. Ein ganz besonderes Erlebnis ist eine Wanderung in der Zeit der AlmrosenblĂŒte. Ich mag die Wanderungen zur AlmrosenblĂŒte. Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis, wenn die rosaroten Almrosen direkt neben dem Wanderweg blĂŒhen. Deswegen habe ich diesen Beitrag fĂŒr dich geschrieben. So kannst du dich auch daran erfreuen. Hochdeutsch nennt man sie Alpenrosen, im Alpenraum selbst sind es die Almrosen oder gar der Almrausch.

WISSENSWERT ÜBER ALMROSEN
Die Rhododendron ferrugineum, auch bekannt als rostblĂ€ttrige Alpenrose, ist eine Pflanzenart aus der Familie der HeidekrautgewĂ€chse. Im Alpenraum wird sie neben der bewimperten Alpenrose auch als Almrose bezeichnet. Sie ist in den Gebirgen Europas verbreitet. Die rostblĂ€ttrige Alpenrose wĂ€chst als immergrĂŒner Zwergstrauch oder Strauch und erreicht eine Höhe von 30 bis 130 Zentimetern. Die Äste und Zweige sind stark verzweigt. Die Rinde junger Zweige ist rotbraun, wĂ€hrend sie bei Ă€lteren Zweigen und Ästen grau wird. Es wurde festgestellt, dass StĂ€mmchen mit einem Durchmesser von 1 bis 2 Zentimetern fast 100 Jahre alt werden können.

Die LaubblĂ€tter der Alpenrose sind wechselstĂ€ndig angeordnet und kurz gestielt. Sie treten gehĂ€uft an den Enden der Zweige auf. Die Blattspreite ist einfach, ledrig und fest. Sie ist zwischen 1 und 4 Zentimeter lang und bis zu 1 Zentimeter breit. Die BlĂ€tter sind meist lanzettlich oder schmal-elliptisch mit einem spitz bis stumpf endenden oberen Ende. Der Blattrand ist nach unten umgerollt und in der Regel ganz, ohne Wimpern. Die Oberseite der BlĂ€tter ist glĂ€nzend dunkelgrĂŒn und kahl. Bei jungen BlĂ€ttern ist die Unterseite gelblich, wĂ€hrend sie im Alter durch Schuppenhaare rostbraun wird. Daher stammen die deutschen Namen wie „RostblĂ€ttrige Alpenrose“ oder „Rostrote Alpenrose“. Die BlĂ€tter bleiben etwa zwei Jahre am Strauch.

Die Alpenrose blĂŒht von Mai bis Juli. Die BlĂŒten stehen in endstĂ€ndigen, doldentraubigen BlĂŒtenstĂ€nden, die 5 bis 8 Millimeter lange gestielte BlĂŒten enthalten. Die zwittrigen BlĂŒten haben eine doppelte BlĂŒtenhĂŒlle. Die KronblĂ€tter sind tiefrosa bis krĂ€ftig rot und breit-trichterförmig verwachsen. Die BlĂŒtenkrone ist innen weich behaart und außen schuppig. Die StaubblĂ€tter sind in zwei Kreisen angeordnet und ĂŒberragen die BlĂŒtenkrone nicht. Der Fruchtknoten ist schuppig und oberstĂ€ndig. Die KapselfrĂŒchte reifen ab August und öffnen sich von oben nach unten. Sie enthalten viele leichte, flache Samen, die vom Wind verbreitet werden.

GeschĂŒtzt, geliebt, gekrönt – die Almrosen

An bestimmten HĂ€ngen der Karwendelregion blĂŒhen die Almrosen besonders zahlreich: Ganze HĂ€nge blĂŒhen dann rosa! Das ist den Alpen insgesamt eher selten, wo meist nur einzelne BlĂŒten der Almrosen zu finden sind. Viele Wanderwege fĂŒhren im Karwendel aber sogar mitten durch die BĂŒsche der Almrosen. Du mußt nur wissen, wo diese sind! Ein Erlebnis, das du mal selbst haben solltest. Hier zeigt sich die Natur in ihrer vollen Schönheit, finde ich.

Alpenrosen BlĂŒtezeit und Alpenrosen Wanderung

Willst du alles ĂŒber die besonderen Blume der Alpen erfahren? In diesem Blogbeitrag will ich euch die beliebte Pflanze ein wenig nĂ€her vorstellen – Wo sie besonders hĂ€ufig vorkommt, wann sie blĂŒht und die schönsten Wanderwege dazu. Lass dich inspirieren – mich verzaubern die rosaroten BlĂŒten jedes Jahr aufs Neue!

Alpenrosen

Alpenrosen - eine der selten Almrosen mitten im Karwendel
Alpenrosen – eine der selten Almrosen mitten im Karwendel

Welche Sorten von Almrosen gibt es?
Die Almrose oder auch als Almrausch bezeichnet, gehört zur Rhododendron Gattung und der Familie der HeidekrautgewĂ€chse. WĂ€hrend diese besonderen Rhododendren im Alpenraum wild wachsen, werden sie in den Parks gezielt gepflanzt. Einer der grĂ¶ĂŸten Rhododendrenparks habe ich auch schon besucht, den Kromlauer Park. Die Rhododendrenart im Park ist aber nicht mit den Alpen vergleichbar. Die Almrosen blĂŒhen in niedrigeren BĂŒschen. Der Almrausch ist im europĂ€ischen Alpenraum beheimatet. Die Pflanze ist ein holziger Busch mit immergrĂŒnen BlĂ€ttern und wird etwa 30-130 cm hoch. Es gibt zwei Arten von Alpenrosen – die bewimperte Alpenrose und die rostblĂ€ttrige Alpenrose.

Der Unterschied: Bei der bewimperten Almrose tragen die GlĂ€tte kleine HĂ€rchen. Außerdem mag die rostblĂ€ttrige Almrose keine kalkhaltigen Böden. Die hĂ€ufigste Art ist die rostblĂ€ttrige Almrose, sie wĂ€chst zahlreich an sonnigen HĂ€ngen, wĂ€hrend die Bewimperte nur „Buschweise“ wĂ€chst. Deshalb findet man sie mitten im Karwendel eher selten. Almrosen wachsen vorwiegend in Höhenlagen zwischen 1500 und 2800 Metern.

Alpenrose giftig

Ist die Alpenrose giftig?
Achtung: Die Almrose ist eine fĂŒr den Menschen giftige Pflanze. Schon wenige BlĂ€tter oder BlĂŒtenteile können zu Vergiftungserscheinungen fĂŒhren (Übelkeit, Schwindel, Durchfall im schlimmsten Fall sogar Verringerung der Herz- und Atmefrequenz und Herzstillstand). Wie viele giftige Pflanzen hat sie aber eine Heilwirkung in der Homöopathie.

Darf man Almrosen pflĂŒcken?

Almrosen pflĂŒcken - oder nicht? Die Alpenrosen sind geschĂŒtzt
Almrosen pflĂŒcken – oder nicht?

Almrosen stehen unter Naturschutz
Der Almrausch ist eine teilgeschĂŒtzte Pflanze. Das heißt ihr könnt einen Strauß fĂŒr den Eigenbedarf pflĂŒcken, aber nicht fĂŒr den gewerbsmĂ€ĂŸigen Gebrauch. Hier die Liste der geschĂŒtzten Plfanzen. Im Naturpark Karwendel ist das PflĂŒcken von Pflanzen generell verboten. GegenĂŒber in den Tuxer Alpen ist das anders. Auch wenn so ein Strauß Almrosen wirklich schön aussieht: Ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten, dass die BlĂŒten sehr schnell welk werden. Also vielleicht doch lieber nur schöne Fotos machen und die dann daheim anschauen. Diese Almrosen halten fĂŒr die Ewigkeit!

Alpenrosen BlĂŒtezeit

Wann blĂŒhen die Almrosen?

Die Alpenrosen BlĂŒtezeit ist je nach Standort, also Höhen- und Sonnenlage verschieden. Je höher die Alpenrose blĂŒht, desto spĂ€ter. Je schattiger der Standort, desto spĂ€ter. Los geht es im Regelfall im Juni. Je nach Wetter gibt es natĂŒrlich jedes Jahr Verschiebungen, abhĂ€ngig davon wie das Wetter im Winter war und wie lange die Schneeschmelze im FrĂŒhling dauert.

Grundregel fĂŒr die Alpenrosen BlĂŒtezeit

Als Grundregel habe ich mir gemerkt: Die ersten Almrosen blĂŒhen Anfang bis Mitte Juni. Im Juli werden die blĂŒhenden Schönheiten weniger und die letzten Almrosen findest du Mitte August. SĂŒdlich gelegen und auf rund 1700 Metern beginnt die Alpenrosen BlĂŒtezeit im Juni. Nach der BlĂŒte bilden die Blumen dicke Dolden mit dem Samen der Alpenrosen Pflanze. 

Alpenrosen Wanderung

Die schönsten Almrosen Wanderwege
Wie schon zuvor erwĂ€hnt, wachsen im Karwendel selbst kaum Almrosen, da ihnen dort die Böden nicht gefallen. Aber in den Tuxer Alpen sind sie weit verbreitet – ideal fĂŒr eine Alpenrosen Wanderung. Die Tuxer Alpen sind die Berge sĂŒdlich vom Inntal. Sie befinden sich ausschließlich auf Tiroler Gebiet und reichen von Innsbruck ĂŒber Schwaz hinein ins Zillertal. Die Böden scheinen beim Almrausch sehr beliebt zu sein, denn die roten Bergblumen wachsen hier ziemlich zahlreich. Hier zwei Tipps fĂŒr eine schöne Alpenrosen Wanderung, wo die Almrosen jedes Jahr besonders ĂŒppig blĂŒhen:

Zirbenweg wandern

Zirbenweg wandern - und viele Almrosen und Alpenrosen zwischen Zirben bewundern!
Zirbenweg wandern – und viele Almrosen zwischen Zirben bewundern!

Wandern am Zirbenweg zur AlmrosenblĂŒte
Wer am Zirbenweg hoch ĂŒber Innsbruck und Hall wandert, der bestaunt gleich zwei besondere Pflanzenarten am Wegrand. Die gut duftende Zirbe und die wunderschön blĂŒhende Almrose. Der Zirbenweg befindet sich auf etwa 2000 Meter Höhe. Allerdings in sehr sonniger Lage. Daher blĂŒhen die Almrosen hier meistens im Juni. Hinauf kommt ihr am bequemsten mit der Glungezerbahn von Tulfes aus. Von dort aus wandert ihr mit einer fantastischen Aussicht ĂŒber das Inntal und das Karwendel zwischen Zirben und Almrosen auf dem Höhenweg. Geht auch sehr gut mit Kindern – die sich danach auf den Spielplatz im Kugelwald freuen.
–> so war unsere Zirbenweg Wanderung.

Inntaler Höhenweg und Almrosen

Alpenrosen Meer auf der HĂŒttentour: Am Inntaler Höhenweg zwischen 40.000 Almrosen wandern
Am Inntaler Höhenweg zwischen 40.000 Almrosen wandern

Weitwandern zur Almrosenzeit auf dem Inntaler Höhenweg
Eine tolle Möglichkeit die AlmrosenblĂŒte zu erleben, ist eine Wanderung von HĂŒtte zu HĂŒtte in den Tuxer Alpen. Der Inntaler Höhenweg fĂŒhrt euch einmal quer durch die Tuxer Alpen. An vielen HĂ€ngen wachsen hier die Almrosen. Hier habt ihr reichlich Gelegenheit, schöne Fotomotive zu finden. Viele HĂ€nge schimmern zur BlĂŒte richtig rot!

Der Höhenweg fĂŒhrt euch von Innsbruck ĂŒber die Glungezer HĂŒtte hinein ins Zillertal, bevor es ĂŒber Schwaz wieder ins Inntal geht. Die Tour liegt zwischen 2000m und 2800m Höhe, so dass ihr sie erst ab Mitte Juni starten könnt, je nach Schneelage. Die Almrosen sind dann in den verschiedenen Höhen gerade erwacht oder stehen in voller BlĂŒte – je nach Sonnenlage.
–> das ist der Inntaler Höhenweg.

Die hÀufigsten Fragen

Wann blĂŒhen Almrosen?

Almrosen, auch bekannt als RostblĂ€ttrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum), blĂŒhen in der Regel zwischen Mai und Juli. Dies ist die typische BlĂŒtezeit fĂŒr diese Pflanzenart. Die genaue BlĂŒtezeit kann jedoch je nach geografischer Lage und den individuellen klimatischen Bedingungen variieren. In höheren Lagen kann die BlĂŒtezeit spĂ€ter im Jahr liegen, wĂ€hrend in niedrigeren Lagen die BlĂŒte bereits im Mai beginnen kann. Die Almrosen sind dafĂŒr bekannt, mit ihren leuchtend roten BlĂŒten die alpinen Regionen zu schmĂŒcken und einen schönen Anblick zu bieten.

Ist Almrausch giftig?

Ja, der Almrausch (Rhododendron ferrugineum) ist giftig. Wie viele andere Rhododendron-Arten enthĂ€lt er Andromedotoxin, ein stark giftiges Diterpen. Alle Teile der Pflanze, einschließlich BlĂŒten, Nektar, BlĂ€tter und FrĂŒchte, enthalten den Giftstoff Acetylandromedol. Sowohl fĂŒr Tiere als auch fĂŒr Menschen kann der Verzehr von Almrausch-Vegetation zu Vergiftungserscheinungen fĂŒhren. Bei Tieren, insbesondere WiederkĂ€uern, besteht eine erhöhte Gefahr, da sie aufgrund des mangelnden Nahrungsangebots im Winter gezwungen sein können, die Pflanze zu fressen. Symptome einer Vergiftung können vermehrter Speichelfluss, Übelkeit, Brechreiz, Bauchschmerzen, Durchfall sowie bei höheren Dosen Herzrhythmusstörungen, Atemstörungen und KrampfanfĂ€lle sein, die im schlimmsten Fall zum Tod fĂŒhren können. Es ist wichtig, den direkten Kontakt mit dieser giftigen Pflanze zu vermeiden und sicherzustellen, dass Haustiere oder Nutztiere keinen Zugang zu Almrausch haben.

Wie oft blĂŒht die Alpenrose?

Die Alpenrose, insbesondere die RostblĂ€ttrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum), blĂŒht einmal im Jahr wĂ€hrend der BlĂŒtezeit, die normalerweise zwischen Mai und Juli liegt. Diese Pflanzenart bildet wĂ€hrend dieser Zeit zahlreiche BlĂŒtenstĂ€nde mit gestielten BlĂŒten aus. Die BlĂŒten sind trichterförmig und können eine tiefrosa bis krĂ€ftig rote Farbe haben. Nach der BlĂŒte entwickeln sich KapselfrĂŒchte, die ab August reifen und ihre Samen freisetzen. Die Alpenrose ist bekannt fĂŒr ihre beeindruckende BlĂŒte in alpinen Regionen und ist ein beliebtes Element in GĂ€rten und Landschaften.

Ist die Alpenrose winterhart?

Die Alpenrose ist eine robuste Pflanze, die in Höhenlagen wĂ€chst, in denen kalte Winter und lange Schneeperioden ĂŒblich sind. Sie kann Temperaturen bis zu -25°C standhalten und bleibt auch im Winter grĂŒn. Ihre BlĂ€tter sind lederartig und haben eine dichte Behaarung, die sie vor dem Verlust von Feuchtigkeit und vor KĂ€lteschĂ€den schĂŒtzt.
Es ist wichtig anzumerken, dass die Alpenrose eine spezifische Anpassung an alpine Bedingungen aufweist und nicht in allen Regionen als winterhart angesehen wird. Wenn du die Alpenrose in deinem Garten anbauen möchtest, solltest du sicherstellen, dass du in einer Region lebst, in der Àhnliche klimatische Bedingungen wie in den alpinen Regionen herrschen. In milderen Klimazonen oder Gebieten mit milden Wintern kann es sein, dass die Alpenrose nicht gut gedeiht oder Schutz vor starken Frösten benötigt.

Der Sommer im Karwendel

Alpenrosen Sommer im Karwendel
Alpenrosen Sommer im Karwendel

Sommerurlaub im Karwendelgebirge
GefĂ€llt dir, was ich dir gezeigt habe? Was kann man sonst im Juni im Karwendelgebirge erleben? Im Juni sind sehr viele Möglichkeiten im Karwendel: Naturerlebnis beim Almwandern, Radfahren oder Mountainbiken. Oder lieber etwas Kultur bei einem Besuch der SehenswĂŒrdigkeiten und Konzerte?
–> mehr Inspiration im ReisefĂŒhrer und das erwartet dich im Juli im Karwendel!
Wo ĂŒbernachten im Karwendel?
—> hier zusammengefasst die Gasthöfe und Hotels im Karwendel

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