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Rißbach

Der Rißbach im Karwendel

Der kristallklare Rißbach im Rißtal, hinten das Karwendel
Der kristallklare Rißbach im Rißtal, hinten das Karwendel

Der namensgebende Rißbach im Karwendelgebirge
Der Rißbach gibt dem Rißtal seinen Namen und ist eine noch weitgehend unberührte Bachlandschaft im Karwendel. Das Ursprungsgebiet des Bergbachs stellt durch das feinverästelte System von Wasserläufen eine landschaftliche Besonderheit dar. Die besondere Flußlandschaft mit groß aufragenden Wandfluchten der zentralen Karwendelkette ist etwas Besonderes. Der Rissbach entspringt im Enger Grund. Seine türkisgrüne Farbe verleiht dem Bergbach einen besonderen Reiz. Schön zu sehen ist das besonders in den breiten Kiesbänken rund um den Ort Hinterriss.

Das ist die schöne Natur und Flußlandschalft am wilden Rissbach
Das ist die schöne Natur und Flußlandschalft am wilden Rissbach

Rißbach wandern

Am Rißbach wandern bei Hinterriss
Das Wandern am Rißbach ist eingeschränkt durch den Flußuferläufer. Er brütet im Frühsommer zwischen den Steinen im Flußbett und die Eier sind nicht von den Steinen zu unterscheiden. Daher ist der Zugang in weiten Teilen nicht erlaubt. Auf ausgewiesenen Wanderstrecken kannst du aber am Bergbach wandern. Sehr schön ist das zum Beispiel auf der mehrtägigen Wanderung im Karwendelgebirge möglich.

—> hier die Details der König Ludwig Karwendeltour

Ursprung Rißbach

Wo entspringt der Rißbach?
Der Rißbach enspringt im Enger Grund am Ende des Rißtals. Dieses Gebiet des Enger Grund ist von der Engalm über einen Wanderweg erreichbar. Darunter liegt ein mäandrierender Abschnitt des Baches, der in einen regulierten Bereich im Großen Ahornboden (Landschaftsschutzgebiet) übergeht. Im Bereich der Engalm wurde der Rißbach kanalisiert, weil er in der Vergangenheit immer wieder das Almdorf in Mitleidenschaft gezogen hat. Bevor der Bach in die Verbauung fließt, können Kinder wunderbar am wilden Bergbach spielen. Wanderer nutzen das kalte Wasser für ein erfrischendes Fußbad.

–> mehr über die Eng in Tirol

Der wilde Rißbach
So schön ist rund um den Ahornboden

Nördlich des Ahornbodens ist der Bach wieder weitgehend unverbaut, mit Schotterbänken und z.T. breiten Umlagerungsstrecken. Einige Quellfluren mit anschließenden Klein – und Großseggenriedern stehen in Verbindung mit dem Rißbach. Vor Hinterriß erreicht die Talsohle eine Breite von 300 m. Hier kommt es zur Bildung von Mäanderbögen, Schuttinseln, Altarmen bzw. Altwässern, die keinen Anschluss mehr zum Hauptbachbett aufweisen. Die Mäanderdynamik dieses Bachabschnittes ist die beeindruckendste des Rißbaches sowie im gesamten Naturpark Karwendel.

Der schöne Bergbach in Tirol

Der Rissbach bei Hinterriss im Herbst, traumhaftes Karwendel
Der Rissbach bei Hinterriss im Herbst, traumhaftes Karwendel

Als Besonderheit tritt in diesem Bereich und weiter nördlich die Deutsche Tamariske (Myricaria germanica) in lückigen Pioniergesellschaften auf offenen Schotterflächen auf. Die Deutsche Tamariske ist eine Indikatorart für intakte Auen mit natürlicher Flußdynamik und laufender Veränderung des Schuttkörpers. Hier kommt auch der Flußuferläufer vor.

Rißbachklamm

Kajakfahren in der Rißbachklamm zwischen Vorderriß und Hinterriß
Im weiteren Verlauf bildet der Bach an der Grenze zu Bayern eine kleine Klamm aus, die sogenannte Rißbachklamm. Sie liegt hinter dem Ort Vorderriß versteckt im Wald. Man kann von oben hineinschauen und über einen schmalen nicht beschilderten Steig ans Wasser gehen. Eine Wanderung durch die Rißbachklamm ist nicht möglich. Es gibt einen Weg durch die Klamm. Mit dem Kajak wird das wilde Wasser befahren.

Fischen in Hinterriß

Fischen im Rißbach
Wer eine Fischereikarte kauft (Tageskarte), darf hier fischen. Zu kaufen gibt es die Karte in Hinterriss beim Gasthof zur Post. Für Gäste wird auch ein Fischerurlaub im Karwendel angeboten, der neben der Übernachtung auch die Fischerkarte für den Rißbach beinhaltet.

—> das willst du über den Ort wissen: Hinterriß