Wanderhure Drehort im Karwendel

Die Wanderhure Drehort - auf Schloss Tratzberg im Karwendel, Bild: CineTirol

Letzte Klappe für Alexandra Neldel als „Die Wanderhure“ – 2010 im ORF:
Romanbestsellerverfilmung mit Weigend, Neuhauser, Bloéb, Seberg u. v. m.

Die Wanderhure wurde im Karwendel gedreht
42 Drehtage in Tirol, Niederösterreich und Budapest liegen hinter der deutsch-österreichisch-ungarischen Filmcrew, die für ORF und Sat.1 das im Mittelalter angesiedelte Eventmovie „Die Wanderhure“ nach dem gleichnamigen Roman von Iny Lorentz drehte. Gestern fiel unter der Regie von Hansjörg Thurn am Schloss Tratzberg in Tirol die letzte Klappe – ein sentimentaler Moment für das gesamte Team, besonders für Hauptdarstellerin Alexandra Neldel: „Es war eine wunderbare Zeit, auch sehr anstrengend – aber ich bin sicher, dass es ein toller Film wird.“ Auch Regisseur Hansjörg Thurn ist zufrieden und streut ganz besonders Neldel Rosen: „Alexandra Neldel ist sehr jung, hat aber bereits sehr viel Erfahrung. Außerdem reagiert sie aus dem Bauch heraus und hört sehr stark auf ihre Instinkte – und das ist ein Geschenk für jeden Regisseur.“

Alexandra Neldel – die ab 27. November noch einmal im Event-Vierteiler „Zodiak – Der Horoskop-Mörder“ im ORF zu sehen ist – spielt Marie Schärer, die schuldlos der Hurerei angeklagt wird und ihren Peinigern ewige Rache schwört. In weiteren Rollen sind unter anderem Bert Tischendorf, Julian Weigend, Thure Riefenstein, Elena Uhlig, Nadja Becker, Michael Brandner und Götz Otto (stand zuletzt für die internationale Koproduktion mit ORF-Beteiligung „Die Säulen der Erde“ vor der Kamera) sowie neben Weigend die weiteren Österreicher Adele Neuhauser, Gregor Bloéb, Gregor Seberg und Florentin Groll dabei. Das Drehbuch zur Romanvorlage verfasste Gabriele Kister. Produzenten sind Andreas Bareiss („Nirgendwo in Afrika“) und Sven Burgemeister („Sophie Scholl – Die letzten Tage“).

Authentizität am Set: Schmutzige Fingernägel und Ziegengestank
Bereits vor Drehstart wurde vier Tage intensiv mit den Hauptdarstellern geprobt. Für Alexandra Neldel eine wichtige Arbeit: „Bei der Probe wurden ganz viele Szenen erarbeitet und auch sehr viel improvisiert, und da lernt man seine Rolle und seine Kollegen am besten kennen.“ Während der Dreharbeiten wurde auch auf kleine Details sehr viel Wert gelegt: „Es wurde sehr darauf geachtet, dass alles so detailgetreu wie möglich ist. Beispielsweise wurde immer geschaut, dass meine Fingernägel schmutzig waren. Außerdem war es oft wirklich eiskalt“, erzählt Neldel und fügt hinzu: „So gesehen bin ich wirklich froh, dass ich im Jetzt lebe.“

Auch Kollegin Nadja Becker hat sich intensiv mit dem Mittelalter beschäftigt: „Ich habe ganz viel gelesen und recherchiert. Und richtig darauf eingestellt hat man sich dann automatisch mit Kostüm, Perücke und Maske. So ist es beispielsweise das erste Mal, dass ich fast ungeschminkt drehe – denn im Mittelalter gab es natürlich kein vollständiges Make-up. Das ist schon ein Unterschied.“ Außerdem wurde auch bei ihr auf Authentizität viel Wert gelegt, wie Becker erzählte: „Ich habe einen schönen Wagen, mit dem die Wanderhuren durchs Land ziehen. Diesem Wagen sind zwei Ziegen vorgespannt, die so unendlich gestunken haben, das ich nach kurzer Zeit selber am ganzen Körper gestunken habe – aber das war auch sehr authentisch, denn das hat damals einfach dazugehört.“

Rot-weiß-rotes Mittelalter auf der Burg Rappottenstein und Schloss Tratzberg
Nach dem Drehstart auf der Burg Rappottenstein, öffnete nun auch das Schloss Tratzberg in Tirol für die letzten Drehtage der Filmcrew seine Tore und stellte diverse Räumlichkeiten für Innenaufnahmen zur Verfügung. „Das wir hier drehen durften, war schon etwas ganz Besonderes. Man läuft hier durch diese Gänge und fühlt sich ganz toll“, erklärt Neldel, und Regisseur Hansjörg Thurn meint weiter: „Dieses Schloss ist in Jahrhunderten gewachsen. Das ist vom Drehgefühl her ein ganz großer Unterschied zu aufgestellten Pappwänden in einem Studio.“

Die Wanderhure - die Handlung
Konstanz im Jahr 1414: Als schöne junge Tochter des wohlhabenden Handelsherrn Mathis Schärer (Miguel Herz-Kestranek) lebt Marie (Alexandra Neldel) ein sorgenfreies und behütetes Leben. Bis ihr Vater sie gegen ihren Willen verheiraten will. Ihre große Liebe ist ihr Jugendfreund Michel Adler (Bert Tischendorf), aber er entspricht als Sohn eines einfachen Schankwirts nicht den Vorstellungen ihres Vaters. Mathis wünscht sich, dass seine Tochter Marie durch die Heirat in gesellschaftlich höhere Kreise aufsteigt. Graf Heinrich von Keilburg (Michael Brandner) macht Mathis Schärer einen Vorschlag: Er wird seinen unehelichen Sohn, Ruppertus Splendidus (Julian Weigend), anerkennen und zum Prinzen von Keilburg machen. Durch eine Heirat mit ihm würde Marie damit in Adelskreise aufsteigen.

Die Bedingung: Marie muss unschuldig in die Ehe gehen. Geblendet vom möglichen Aufstieg seiner Tochter und der Familie unterschreibt Mathis den Vertrag. Als Ruppertus Maries Abneigung spürt, fühlt er sich zutiefst gekränkt. Durch eine Intrige schafft er es, dass Marie brutal vergewaltigt, der Hurerei beschuldigt und schuldlos verurteilt wird. Marie wird am Schandpfahl ausgepeitscht und aus der Stadt verbannt. Um ein neues Leben beginnen zu können, täuscht sie ihren Tod vor. Die Wanderhure Hiltrud (Nadja Becker) findet Marie schwer verletzt und nimmt sich des Mädchens an. Doch die Hilfe hat ihren Preis. Um zu überleben, muss Marie ihren Körper verkaufen. Nur ihr unendlicher Hass und der Wunsch, irgendwann ihre Ehre und Würde als Frau wiederzuerlangen, lassen sie ihre Scheu überwinden.

Marie nimmt eine neue Identität an und spielt die Rolle der Hannah, die schnell die Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Als Mechthild von Arnstein (Elena Uhlig) sie als Gespielin für ihren Ehemann Dietmar (Thure Riefenstein) während ihrer Schwangerschaft anstellt, wittert Marie ihre Chance, es ihren Peinigern endlich heimzuzahlen. Jetzt ist sie in den richtigen Kreisen, um Rache zu nehmen. Doch ihre Feinde setzen alles in Bewegung, um dies zu verhindern. Erst beim Konzil von Konstanz entscheidet sich, ob Marie ihre Ehre wiedererlangen wird. Für ihren Plan braucht sie schließlich die Hilfe von König Sigismund (Götz Otto).

„Die Wanderhure“ ist eine Burkert-Bareiss-Produktion der TV60Film in Koproduktion mit ORF, Sat.1, Aichholzer Filmproduktion und UJ Budapest, gefördert von RTR und Cinetirol.

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