Lakaiensteig

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Letzte Aktualisierung am von Markus Schmidt

Der Lakaiensteig im Karwendel

Der Lakaiensteig im Karwendel führt auf den Spuren von König Ludwig II. zum Soiernhaus. Dieser schmale Pfad wurde ursprünglich für die Bediensteten des Königs angelegt, um Vorräte zu seinem Jagdhaus zu bringen. Du wanderst hier in einer Höhe, die beeindruckende Ausblicke bietet. Der Weg verbindet die Fischbachalm mit dem Soiernkessel. Da der Steig direkt am Hang verläuft, erlebst du die alpine Landschaft hautnah. Es ist eine geschichtsträchtige Route für alle, die eine Mischung aus Natur und bayerischer Geschichte rund um den Märchenkönig suchen.


Die wichtigsten Fakten zur Tour

  • Startpunkt: Der Ort Krün im Tal.
  • Zustieg: Von Krün über eine Forststraße bis zur Fischbachalm, ideal auch mit dem Mountainbike machbar.
  • Charakter des Steigs: Schmaler Bergpfad, der Konzentration und einen sicheren Tritt erfordert.
  • Sicherung: An steilen Stellen helfen Drahtseile und Eisenstifte beim Gehen.
  • Ziel: Das Soiernhaus auf 1.616 Metern und die zwei Soiernseen.
  • Besonderheit: Der Weg wurde nach den Dienern (Lakaien) benannt, die früher den König versorgten.
  • Alternative: Bei schlechtem Wetter oder Unsicherheit gibt es einen breiten Fahrweg unterhalb des Steigs.

Lakaiensteig

Lakaiensteig zwischen Fischbachalm und Soiernhaus
Lakaiensteig zwischen Fischbachalm und Soiernhaus
An schmalen Stellen ist der Lakaiensteig ist Drahtseil gesichert
An schmalen Stellen ist der Lakaiensteig ist Drahtseil gesichert

Bei dieser Wanderung in den bayerischen Alpen kannst die geschichtsträchtigste Seite des Karwendels erleben. Hier, zwischen schroffen Gipfeln und tiefblauen Bergseen, verbirgt sich der Lakaiensteig – ein Pfad, der alpinen Genuss mit der Zeit von König Ludwig II. verbindet. Der Steig war der Zustieg zum Soiernhaus auf 1.616 Metern, das der Märchenkönig einst als seinen privaten Rückzugsort auserkor.

Lakaiensteig – Zustieg

Die Tour startet im beschaulichen Ort Krün. Zunächst führt der Weg über eine sanft ansteigende Forststraße hinauf zur Fischbachalm. Wer Zeit und Ausdauer mitbringt, legt die Strecke zu Fuß zurück. Für sportliche Tagesgäste bietet sich jedoch das Mountainbike als idealer „Zustiegshelfer“ an. Man kann die breite Straße bequem bis zum Einstieg des Steigs befahren, dort das Rad deponieren und dann zu Fuß den Steig wandern. Das spart Kraft für das eigentliche Highlight und sorgt für eine rasante Abfahrt am Ende des Tages.

Wanderung Lakaiensteig Richtung Soiernhaus

Sobald man den Lakaiensteig betritt, ändert sich der Charakter der Wanderung schlagartig. Der Pfad schmiegt sich schmal und elegant an die steilen Berghänge oberhalb des Hundsstalls. Es erwartet dich ein klassisch alpiner Steig, der zwar keine Kletterausrüstung erfordert, aber dennoch volle Konzentration verlangt. An den exponierteren Stellen bieten Drahtseilsicherungen und Tritthilfen den nötigen Halt. Trittsicherheit und eine gewisse Schwindelfreiheit solltest du mitbringen, um die spektakulären Tiefblicke ohne weiche Knie genießen zu können. Der Steig verläuft fast auf einer Linie und bietet dabei ein Panorama, das zu den beeindruckendsten im Vorkarwendel zählt.

Das Soiernhaus

Nach der Querung des Steigs öffnet sich der Blick auf den idyllischen Soiernkessel. Hier findest du das Soiernhaus und die darunter liegenden, smaragdgrünen Soiernseen. Die Geschichte dieses Ortes ist legendär: 1866 ließ Ludwig II. hier sein Jagdhaus errichten. Es wird erzählt, dass der König bei Vollmond in einem Drachenboot über die Seen ruderte, während die Klänge von Richard Wagners Opern durch die Felswände hallten. Der Lakaiensteig selbst verdankt seinen Namen den Dienern des Königs, die diesen Pfad nutzten, um Vorräte herbeizuschaffen und alles für die Ankunft des Monarchen vorzubereiten. Heute ist das Haus eine gemütliche Anlaufstelle für Bergsteiger, die von hier aus weiter zur Schöttelkarspitze streben – einem Gipfel mit einer Aussicht, die wahrlich eines Königs würdig ist.

Alternative zum Lakaiensteig

Sollte das Wetter umschlagen oder die Schwindelfreiheit doch an ihre Grenzen stoßen, gibt es eine Alternative zum Lakaiensteig. Unterhalb des Steigs verläuft eine breite Forststraße. Diese ist technisch völlig unbedenklich, hat jedoch einen Haken: Sie führt von der Fischbachalm zunächst bergab, nur um später in einem langen, schweißtreibenden Anstieg wieder Höhenmeter gutmachen zu müssen. Wer den Lakaiensteig wählt, spart sich diesen zusätzlichen Kraftaufwand und wird stattdessen mit einem abwechslungsreichen Pfad belohnt. Der Steig ist für erfahrene Bergwanderer nicht übermäßig anspruchsvoll, fordert aber den Respekt, den man jedem alpinen Gelände entgegenbringen sollte.

Karte Lakaiensteig

Hier auf der Karte siehst du rot markiert den Lakaiensteig:

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