Tiefenbachklamm

TIEFENBACHKLAMM - Klamm Österreich in Tirol

Fast 10 Kilometer ist der Einstieg in die Tiefenbachklamm vom Inntal entfernt. Von Kramsach fährt man durch das Seitental vorbei an der Talstation der Sonnwendjochbahn hinein in Richtung Aschau. Auf halber Strecke findet man direkt an der Strasse den Hinweis auf den Einstieg in die Tiefenbachklamm. Hier gibt es Parkmöglichkeiten. Sogar eine Bushaltestelle gibt es hier, für diejenigen die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.
Schnell kommt man von der wenig befahrenen Bergstrasse weg (an deren Ende befindet sich übrigens noch eine Klamm - die Kaiserklamm). Leicht bergab wird gewandert, direkt neben das Flußbett der Brandenberger Ache. Ihr Wasser fliesst nun die nächsten 5 Kilometer fußaufwärts durch die sogenannte Tiefenbachklamm. Ein bisschen wandert man noch auf dem Wandersteig durch den Wald, bis man die erste Brücke über einen Bach erreicht. Nun befindet man sich bald auf dem Triftsteig durch die Klamm in Österreich. Immer schmäler rücken die Felsen zusammen und unten fließt dröhnend laut das Wasser. Nach 2 Kilometern ist einer der Highlights der Klamm erreicht: Der gesicherte Steig führt auf eine Aussichtsrampe direkt über das Wasser der Klamm. Von hier aus hat man einen guten Blick durch einen wildromantischen Teil der Tiefenbachklamm. Wenn man in den Sommermonaten hier wandert und Glück hat, sieht man unten im Wasser Sportler mit dem Kajak auf der Brandenberger Ache fahren. Es gehört schon eine Portion Mut dazu und natürlich die Übung und das Können mit dem Kajak. Schnell fliesst das Wasser und Wasserstrudel gibt es auch.
Nach dem Ausblick wandert man weiter durch die Klamm. Die Klamm wird mal eng, mal breit. Von oben kann man dies auf dem Wandersteig gemütlich verfolgen. Entstanden ist der Steig durch die Klamm übrigens nicht zu Freizeitzwecken sondern aus wirtschaftlichen Gründen. Bis 1966 wurde durch die Tiefenbachklamm das Holz mittels des Wassers in der Ache nach Kramsach getrieben. Die sogenannte Trift war nicht ungefährlich. In der Zeit als es aber noch nicht so viele Forststrassen in den Bergen gab, war es die einzige Möglichkeit das Holz auf dem Wals zu bekommen. Gebraucht wurde es für das Holz hauptsächlich zur Gewinnung von Kohle für die Montanindustrie. 

Nach 5 Kilometern ist das Ende der Tiefenbachklamm erreicht. Zurück wandert man auf dem gleichen Weg. Wenn Familien mit Kindern bergerprobt sind, ist diese Wanderung eine schönes Erlebnis. Es muss aber besonders aufgepasst werden. Schon öfter gab es in der Klamm Unfälle, die mitunter tödlich geendet haben. Mittlerweile ist der Steig durch die Klamm gut gesichert - aber aufpassen muss man in jedem Fall. Der Wanderweg ist insgesamt fast ohne Höhenmeter zur überwinden, im Gegensatz zur benachbarten Wolfsklamm. Das ist auch der Grund, warum die Wolfsklamm noch beeindruckender ist.

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