Der Maria Larch Wallfahrtsort im Karwendel

Wallfahrtsort Tirol: Die Maria Larch Kapelle in Terfens, Karwendel
Der Innenraum der Maria Larch Kapelle, Wallfahrtskirche im Karwendel
Hier fließt das Heilwasser in Maria Larch, oberhalb von Terfens in Tirol

Was ist das Besondere an der Maria Larch Kapelle im Karwendel?
Das anmutig oberhalb von Terfens gelegene Wallfahrtskirchlein Maria Larch blickt auf eine lange Geschichte zurück. Sein Standort beruht auf einer Legende, die bis heute nichts von ihrer Kraft und Spiritualität eingebüßt hat. So wird dem Wasser, das hier aus dem Brunnen flie?t, heilende Wirkung nachgesagt. Menschen aus nah und fern kommen, um dieses ganz besondere Nass im Karwendel abzufüllen und mit nach Hause zu nehmen.

Wallfahrtsort Maria Larch in Terfens
Maria Larch ist ein Ort der Mystik. Zwar kann man hier auch mit dem Auto bis zur Kirche fahren, stilechter ist aber der vom Bischof geweihte Besinnungsweg zur Wallfahrtskirche. Schritt für Schritt und Stück für Stück kommt man von Terfens herauf zur Ruhe. Der Stress des Alltags rückt weit weg. Während des gemütlichen, etwa 20-minütigen Spaziergangs kommt man an den fünf Stationen des glorreichen Rosenkranzes vorbei, die einen sanft bis ans sagenumwobene Ziel geleiten. Auch wir haben uns auf den Weg gemacht ...

Warum gibt es die Maria Larch Kapelle überhaupt?
Maria Bogner, eine fromme Bergbäuerin, hatte sich der Überlieferung nach anno 1665 auf dem Weg nach Terfens vor einer Lärche („Larch“) immer wieder wie magisch zum Beten hingezogen gefühlt. Sie teilte dies dem Benefizianten mit und erhielt daraufhin eine von ihm selbst aus Lehm gefertigte kleine Marienstatue, die sie an dieser Lärche befestigte. Bald hielten auch andere Leute hier zur Andacht an. Einige Jahre später wurde eine Kapelle aus Holz gebaut, die später durch eine aus Stein ersetzt und in weiterer Folge vergrößert wurde. 1993/94 wurde die Wallfahrtskirche restau-
riert, eine Fernsehdokumentation mit dem Titel „Ort der Kraft“ machte das Kirchlein auch über die Grenzen bekannt.

Die steinerne Erscheinungskapelle, ein schlichter Bau aus dem 19. Jahrhundert, wurde knapp neben eben jenem Lärchenbaum der Maria Bogner errichtet, der später leider gefällt werden musste. Einen Teil des Stammes ließ man zwar stehen, dieser wurde jedoch im Laufe der Zeit durch Abspänen der Pilger immer weniger und weniger, galten die Holzsplitter doch als beliebtes, glückbringendes Amulett. Um den verbliebenen Rest zu erhalten, musste die Kapelle daher vergittert werden. Andächtig steht man heute vor dem letzten Teil dieses in den Altar integrierten Baumstammes, der so vieles bewegt hat.

Wunder in Tirol
Besonderes Aufsehen erregte 1718 die Heilung von Maria Jenewein, einem taubstummen Mädchen aus Gnadenwald. Nach wie vor pilgern unzählige, hauptsächlich schwer erkrankte Menschen über den Besinnungsweg zur Kapelle und zum Wasserbrunnen. Und erfahren hier offensichtlich eine Linderung ihres Leidens.

Mit der gleichen Andacht (und zugegeben auch einigem ungläubigen Staunen) beobachtet man viele Menschen, die von weither bis über den Brenner zu Maria Larch kommen, um die hier aus einem Brunnen sprudelnde Quelle abzufüllen. In Flaschen und Kanistern wird das Wasser mit nach Hause genommen. Blumen sollen damit länger halten, Teichwasser keine Algen mehr bekommen. LKW-Fahrer schwören darauf, dass dieses Wasser auch nach vielen Stunden nicht abgestanden schmecke, warum auch viele Campingurlauber vor Urlaubsantritt ihre Wasservorräte in Maria Larch auffüllen.

Heilwasser aus Tirol
Berichtet wird auch von einem Kind, das wegen offener Füße ständig beim Arzt gewesen, jedoch keine Besserung eingetreten war. Bis es im Wasser von Maria Larch gebadet hatte und gesund wurde. Oder der Schmerzgeplagte, der sich angesichts der Menschenschlange vor dem Brunnen wartend auf eine Bank gesetzt hatte und die ihn quälenden Schmerzen in den Beinen nach kurzer Zeit besser geworden waren. Worauf er dann regelmäßig Wasser geholt hatte und irgendwann beschwerdefrei gewesen sei. Beispiele von Geschichten, die das Maria-Larch-Leben schrieb und schreibt, wobei völlig irrelevant ist, ob dabei der Glaube nur Berge versetzt oder das Wasser tatsächlich heilende Wirkung zeigt.

Die Bäuerin Maria und die nachhaltige Aura ihres Lärchenbaumes sind jedenfalls damals wie heute faszinierender Anziehungspunkt für Menschen auf der Suche nach Besinnung, Heilung und innerer Einkehr auf diesem wunderschönen Fleckchen Erde.   

Wie kommt man nach Maria Larch?
Die Wallfahrtskirche Maria Larch mit Erscheinungskapelle und Wasserbrunnen ist in zwei Varianten erreichbar: Wandernd vom Dorfcafe in Terfens über den Schmiedweg (benannt nach der hier ansässigen Schmiede der Familie Unger), am Ende dieser Sackgasse in beschaulich-meditativen 20 bis 30 Minuten über den idyllischen Besinnungsweg mit fünf Stationen des glorreichen Rosenkranzes als Teil des Jakobsweges. Alternativ mit dem Auto von Terfens über die Gemeindestraße in Richtung Gnadenwald, Parkplätze wenige Schritte neben der Kirche.

Wann gibt es Gottesdienste in Maria Larch?
Von Anfang Mai bis Ende Oktober jeden Donnerstag hl. Messe um 19 Uhr, besonders eindrucksvoll ist die Fronleichnamsprozession jedes Jahr an Frohnleichnahm zur Maria Larch Kapelle, beliebter Ort für romantische Hochzeiten, Taufen und Hochzeitsjubiläen.

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