Wanderregeln mit Kühen
Letzte Aktualisierung am von Markus Schmidt
Darum geht es auf dieser Seite:
Die Wanderregeln bei Kühen am Berg
Beim Wandern in den Bergen triffst du in den Sommermonaten auf den Almwiesen regelmäßig auf Weidevieh wie Kühe, Pferde und Ziegen. Diese Tiere sind dort nicht zur Unterhaltung, sondern zur Futtersuche und weichen Menschen normalerweise von selbst aus. Wenn du sie jedoch bedrängst oder schnelle Bewegungen machst, schalten sie auf Abwehr. Auch Hunde können diesen Schutzinstinkt auslösen. Mit dem richtigen Wissen bewegst du dich sicher durch diese Bereiche.
Verhalten auf der Almwiese mit Kühen:
- Auf dem Wanderweg bleiben: Wandere nicht quer über die Wiese, da Tiere an Menschen auf festen Wegen gewöhnt sind.
- Abstand halten: Gehe niemals direkt auf die Kühe zu, sondern halte beim Vorbeigehen ausreichend Distanz ein.
- Kein Kontakt zu Kälbern: Streichle oder füttere die Jungtiere nicht, um Abwehrreaktionen der Mutterkuh zu vermeiden.
- Unruhe erkennen: Wenn die Herde nervös wirkt oder dich fixiert, warte außerhalb der Sichtweite oder gehe einen Umweg.
- Leinenpflicht einhalten: Halte deinen Hund an der Leine, damit er die Herde nicht jagt oder den Jungtieren zu nahe kommt.
- Im Ernstfall ableinen: Greift ein Rind an, leine den Hund sofort ab, damit er flüchten kann, und verlasse schnell die Weide.
- Ruhe bewahren: Bleibe ruhig und laufe nicht hektisch weg, falls sich ein direkter印象kontakt nicht mehr vermeiden lässt.
- Rückzug sichern: Drehe dem Tier niemals den Rücken zu, behalte es im Auge und weiche langsam rückwärts aus.
- Abwehr im Notfall: Nur im absoluten Notfall hilft ein gezielter Schlag mit dem Wanderstock auf die Nase des Tieres.
Vorsicht Kuh – Was man auf den Almwanderwegen beachten sollte
Wenn ob man im Tirol Urlaub oder Bayern Urlaub auf die Almen im Karwendel wandert, trifft man in den Sommermonaten auch immer wieder auf Weidevieh. Zwischen Juni und September sind vor allem Kühe, Pferde oder auch Ziegen auf den Almen.
Sie sind aber nicht zur „Unterhaltung“ der Wanderer hier oben und es ist auch kein „Streichelzoo“. Die Tiere finden auf den Almwiesen ihr Futter und möchten das ohne Menschen. Normalerweise sind sie sowieso scheu und wenden sich von Wanderern ab.
Wenn aber Wanderer auf sie zugehen oder sie durch eine unbewusste schnelle Bewegung in Bedrängnis bringen, verteidigen sie sich. Auch mitgeführte Hunde können Weidetiere zu einer Verteidigung aufrufen.
Regeln auf der Almwiese
Deswegen sollte man auf einer Almweide mit Kühen unbedingt ein paar grundlegende Regeln beachten:
1) Immer auf dem Wanderweg bleiben, nicht quer und weglos über eine Almwiese wandern. Die Kühe gewöhnen sich daran, dass auf einem festgelegten Weg Menschen vorbeiwandern.
2) Nicht aktiv auf Kühe zuwandern. An Kühen ist immer mit Abstand vorbeizuwandern.
3) Kühe und vor allem die jungen Kälber nicht streicheln oder gar füttern. Wenn die Mutterkuh in der Nähe ist, kann es zu einer Verteidigungshaltung kommen.
4) Wenn eine Tierherde unruhig ist, vor dem Betreten des abgezäunten Bereichs abwarten und nochmal ausser Sichtweite gehen. Vielleicht eine kurze Pause einlegen und zu einem späteren Zeitpunkt nochmal probieren.
Das gilt auch, wenn die Kühe einen fixierten Blick auf die Wanderer werfen. Vielleicht kann man einen Umweg wandern, wo man den Kühen nicht so nahe kommt?
Regeln, wenn man mit Hund über Almwiesen wandert
1) Hunde nie frei auf den Almwiesen laufen lassen! Sie können in den Augen von Kühen eine Gefahr darstellen. Deshalb bitte unbedingt anleinen. Ein Hund sollte niemanls eine Herde jagen oder auch Jungtieren zu nahe kommen. Abwehrreaktion der Mutter!
2) Sollte ein Rind oder eine Herde auf einen angeleinten Hund losgehen wollen, ist der Hund sofort abzuleinen. So bringt sich der Hund schnell selbst ausser Reichweite der Kuh.
In diesem Moment sollte auch der Hundehalte möglichst schnell den Gefahrenbereich verlassen und hinter die Weideabzäunung.
Verhalten im äusserten Notfall
Lässt sich trotz aller Vorsichtsmassnahmen eine Kontakt nicht vermeiden, ist trotzdem keine Panik angesagt: Bewahren Sie Ruhe und laufen Sie nicht schnell davon.
Im absoluten Notfall gibt man mit einem Stock einen Schlag auf die Nase. Gleichzeitig sollte man rückwärts aus dem Gefahrenbereich gehen, niemals dem Tier dem Rücken zukehren und im Auge behalten.
Was man noch beim Wandern beachten sollte?
- Hier unsere Tipps zur richtigen Wanderausrüstung
- und die allgemeinen Regeln zum Bergwandern.

