Wandern im Urlaub

Wandertage im Karwendel

Großer Ahornboden

Informationen über das Naturdenkmal Großer Ahornboden im zentralen Karwendelgebirge.

Kultur und Sehenswürdigkeiten im Karwendel

Wandern, Kultur und Tradition: Die schönsten Sehenswürdigkeiten im Karwendel.

Halltal: Halltal im Karwendel

Lage
Von Hall im Inntal führt das Halltal hinein in das Karwendel. Das Halltal im Naturpark Österreich wird im Süden vom Haller Zunterkopf (1966 m), im Westen vom Stempeljoch und der Stempeljochspitze (2543 m) und im Norden vom großen Lafatscher (2696 m), vom Lafatscherjoch, der Speckkarspitze (2621 m) und dem Kleinen und Großen Bettelwurf (2650 bzw. 2726 m) begrenzt.

Landschaft
Die steilen Südflanken des Bettelwurfs mit den fast 40° geneigten Wetterstein - Kalkplatten dominieren das Tal. Auf den Platten stehen die bizarren Plattentürme aus Gehängebreccie. Dieser Hang ist weitgehend waldfrei und verleiht dem engen Tal einen alpinen Charakter.

Erreichbarkeit: Bis in den Bereich von St. Magdalena führt eine Mautstraße, darüber sind zahlreiche breite Forstwege und Steige angelegt.

Natur 
Unter St. Magdalena ist ein eibenreicher Bergmischwald ausgebildet ("Eibental"). Zwischen St. Magdalena und den Herrenhäusern liegt ein seltenes Kaltluft - Hangmoor. Dieser Moortyp, der bisher nur aus Österreich bekannt ist, entsteht durch Kaltluft - Austritte an der Oberfläche von Block - , Grobschutt - und Bergsturzhalden. Durch Kondenswasser wird das Wachstum verschiedener Moose, vor allem von Torfmoos gefördert. Aufgrund der besonderen Standortbedingungen bleibt das Gebiet baumfrei und wird vor allem von alpinen Pflanzen besiedelt.

Direkt nach der Brücke über den Halltalbach auf dem Weg zur Bettelwurfhütte liegt eine kleine Schuttfläche, in deren Mulden der geschützte Frauenschuh (Cypripedium calceolus) wächst. Die gelb und braunen Blüten mit bis zu 8 cm Länge stellen für Insekten eine "Kesselfalle" dar, die nur über die Narbe und die klebrigen Pollen verlassen werden kann.

Kulturhistorisch von großem Interesse ist der Salzbergbau im Halltal, der im Salzbergmuseum bei den Herrenhäusern mit Schaustollen eindrucksvoll dokumentiert ist.

Issanger am Talschluß des Halltales:
Dieses Gebiet zeichnet sich durch seine idyllische Lage sowie die Vielfalt an Lebensräumen aus: Neben Lärchenwiesen und Waldinseln mit Alpenrosen finden sich Feucht - und Nasswiesen sowie Niedermoore. Besonders im Sommer zeichnet sich der waldfreie Bereich als blumenreicher und farbenfroher Lebensraum aus:
Schwalbenwurz - Enzian (Gentiana asclepiadea)
Europäische Trollblume (Trollius europaeus)
Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)
Als Vertreter verschiedener Orchideen sind insbesondere mehrere Knabenkräuter (Dactylorhiza maculata, D. majalis, Traunsteinera globosa) und die Große Händelwurz (Gymnadenia conopsea) zu erwähnen. In den feuchteren Bereichen dominieren Seggen (Carex davalliana, C. elata und C. panicea) sowie Sumpf - Schachtelhalm (Equisetum palustre) und Wollgras (Eriophorum latifolium). Dieser Lebensraum beherbergt auch zahlreiche Amphibien.
Am Talschluß des Isstales sind infolge von Lawineneinfluss Lärchenwälder und Latschen - Buschwälder ausgebildet, darüber findet man alpine Rasen sowie anstehenden Fels.

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